Konnichiwa Tokyo!

Abflug vom Flughafen Wien Schwechat. Gut, das kennt man. Da kann einen eher nichts mehr überraschen. Die größte Herausforderung war – wenn man so will – den großen Rucksack zum ersten Mal flugtauglich zu machen. Naaja.

Die Waage am Gepäckförderband war der Meinung er hätte 15kg. Gemeinsam mit dem Handgepäck machte das 20kg. Also doch deutlich mehr als geplant. Spätestens nach dem winterlichen Japan sollte sich das Gewicht aber zumindest um die warmen Sachen, das eine oder andere Buch, Snacks und ein paar weitere Kleinigkeiten reduzieren. Ein Skype-Gespräch mit meiner Schwester Marlene und ihrem Freund Mike, die mich beide in Kyoto erwarten, eine letzte Melange und etliche Abschiedsnachrichten haben mir die Wartezeit bis zum Boarding verkürzt.

Der kurze Aufenthalt in Moskau, Sheremetyevo ging ebenso schnell vorüber, vor allem weil das Publikum hier schon deutlich internationaler und exotischer war und viele Flüge an Destinationen gingen, die ich im Verlauf meiner Reise noch besuchen will. Gegen 23.00 Uhr Ortszeit hob die Maschine ab und der Flug SU260 brachte mich auf den Weg nach Tokyo.

IMG_0989
Die Flugroute über Sibirien
IMG_0986
Die Ausläufer des Ostsibirischen Gebirges, nördlich von Wladiwostok

Nach einer kurzen, an Schlaf armen Nacht zeigte sich beim ersten Blick aus dem Fenster die unendlich wirkende Berglandschaft Sibiriens, die nur zur einen Seite hin durch das Meer begrenzt wurde. Russland war somit überflogen. Japan schien als ebenso hügelige, und weiße Winterlandschaft, die sich aber Richtung Tokyo hin immer mehr ins bräunlich Grüne veränderte. Kein Schnee in Tokyo also.

Freitag, 23. Jänner 2015, 12.00 Uhr Ortszeit. Die Landung butterweich. Die Fahrt zum Gate dauerte zwar deutlich länger als das in Wien der Fall gewesen wäre und dennoch saß ich nur etwa eineinhalb Stunden später im Hostelbett im Stadtteil Ryogoku und freundete mich mit dem ersten Zimmerkollegen an. Alif aus Malaysien bestätigte mir, dass meine geplante Route von Japan nach Hongkong, dann über die Philippinen nach Borneo ideal wäre. In der Zeit bis dahin würde sich der Monsun abschwächen und die Wetterbedingungen wären im März und April ideal um auf Borneo zu trekken.

IMG_1239
Mein Dorm-Bett in Tokyo
IMG_1238
Blick vom Bett auf den Tokyo Skytree
IMG_1241
Tokyo – a bike city
IMG_1245
Tokyo street art

Für die erste volle Mahlzeit bot sich ein Udon-Restaurant an. Warme Suppe als Mittel gegen den eiskalten Wind der durch die Stadt pfiff schien mir passend. Im Restaurant lief ein Fernseher: Sumo-Kämpfe, die nur wenige Meter vom Hostel entfernt zeitgleich ausgetragen wurden. Kein Zufall, dass ich hier einquartiert war. Ich wollte unbedingt einmal dabei sein und mir war klar, dass ich am Sonntag die einzige Möglichkeit dazu hatte. Zuvor sollte ich aber am Samstag ein weiteres Highlight in Angriff nehmen.

Hinterlasse einen Kommentar