Ich bin nicht in Urlaub und befinde mich auch nicht auf Luxusreise. Mein Ziel ist mit einem vorgegebenen Budget so lange wie möglich unterwegs zu sein. Das bedeutet tägliches Reduzieren aufs Notwendigste. Ich suche keine (Luxus-) Hotels mit Annehmlichkeiten wie Pool, Spa, Klimaanlage, TV oder Frühstücksbuffet sondern verzichte auf alles, was mir nicht unmittelbar notwendig erscheint. Meine bevorzugten Unterkünfte sind Hostels, Guesthouses, Budget Hotels, günstige Beach Bungalows, manchmal Couchsurfen etc.
Auf ein paar Basics leg ich dann aber doch Wert:
- Ein sauberes Bett, wenn möglich sollte es auch gemütlich sein. Wenn Matratze oder Bettbezug dubios wirken hab ich immer noch meinen Hüttenschlafsack dabei. Ob das Bett in einem Dorm (Schlafsaal) oder einem Einzel-/Doppelzimmer steht hängt meist vom Preis, der Verfügbarkeit und meiner Laune ab.
- Ein möglichst sauberes Bad mit WC (mit oder ohne Spülung) und (warmer) Dusche, was ich aber auch gerne mit anderen teile.
- Wenn möglich eine gute WLAN-Verbindung, ich halts aber auch ein paar Tage ohne aus. Stichwort „Digital Detox“.
- Stromanschluss mit zumindest vier bis fünf Stunden Strom pro Tag bzw. Nacht, denn auch das gehört nicht überall zum Standardprogramm.
- Eine Waschmaschine bzw. die Möglichkeit von Hand zu waschen.
- Ein Schließfach für Wertsachen und die Möglichkeit Gepäck tagsüber zu hinterlegen.
- Die Lage einer Unterkunft bewerte ich eher spontan nach strategischen Gesichtspunkten. Entweder aus verkehrstechnischer Sicht, nahe an Sehenswürdigkeiten oder sonstigen Points of Interests, Ruhelage, Strandnähe etc.
Meine Unterkunft für die eine Woche in Kyoto – Hostel Mundo Chiquito – erfüllte viele dieser Anforderungen.

Etwas dicht gedrängt aber dennoch gemütlich: acht Schlafkojen auf gut 20qm. Meine lag geradeaus, oben.

Die Eingangsluke in meine Höhle.

Eine Tatamimatte mit Matratzenauflage, 200cm x 80cm, am Fußende stand eine versperrbare Box und ich hatte Platz für meine beiden Rucksäcke.

WLAN en suite und 24h Strom. In Japan noch selbstverständlich, in vielen anderen Ländern aber Luxus.
NFL Superbowl im Vormittagsprogramm.

Mein Ausblick.

Das Keramiklavoir am Gang.

Dusche und WC waren über den teilweise überdachten Innenhof erreichbar. Da ich Japan im Jänner besuchte und es mehrmals über Nacht geschneit hatte war das am Morgen ein netter Anblick aber auch eine frostige Angelegenheit.

Die obligatorischen Toilet-Slippers.
Nebenbei gabs noch eine kleine Küche zur freien Verwendung und – wie in den meistens Hostels – superfreundliches Personal und spannende, internationale Mitbewohner.

Den Weg zur Dusche finde ich super, da kann ich zuhause leider nicht mithalten.
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Nicht alles was ich unterwegs seh ist nachahmenswert, könnte man aber als Erlebnis- und Ökourlaub vermarkten. 😉
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